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  Move-archlab, move architecture laboratory, ricardo montoro coso, franca alexandra sonntag
  500520
   
 
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_reclamation / intervention area / extension / open spaces / structure / circulation I schemes
 
 
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Competition Offener Realisierungswettbewerb
Funktionssanierung und Erweiterung des BG / BRG / BORG
Category Education
Client Bundesimmobiliengesellschaft m.b.H.
Area 13.262 m2
Location Vereinsgasse 21-23.
Vienna. Austria
Year 2012
   
   
   
   
   
_TEXT deutsch  


Der vorgefundenen Schulbau befindet sich in innerstädtischer Lage von Wien, eingebettet in eine Wohnsiedlung der gleichen Zeitperiode. Er soll erweitert und saniert werden. Zwei Straßenzüge (Lessinggasse und Volkertstrasse) fassen das Grundstück in SW und NO Richtung, im Nord-Westen grenzt es an eine vorhandene Wohnbebauung mit Brandschutzmauer. Bei diesem Projekt handelt es sich um die Zusammenlegung zweier Schulen unter einer gemeinschaftlichen Leitung.

Altbau und Neubau sollen als neuer Schulkomplex in die Nachbarbebauung eingegliedert werden. Das Bestandsgebäude bleibt erhalten. Die Nebengebäude – Quertrakt und die Bauteil neben dem Stiegenhaus, welcher in den 70er Jahren angebaut wurden- werden dagegen abgerissen. Nach Abbruch des Riegels entsteht so, in Verbindung mit dem Neubau, ein größerer Innenhof. Der vorgeschlagene Ergänzungsbau nimmt die Richtung des bestehenden Baukörpers nach Nord-Westen hin auf und schließt ihn ab. Der neue Baukörper verschmilzt mit dem Bestand zu einer harmonischen Einheit. Die städtebauliche Situation wird neu gefasst und die künftige Erweiterung klar definiert. Nicht die Nachahmung des Vorgefundenen, sondern vielmehr die Neuinterpretation des Altbaus ist das Ziel.  Innerhalb dieser Vorgaben und unter Berücksichtigung des Raumprogrammes, gliedert sich der Erweiterungsbau in ein viergeschossiges Schulhaus, das direkt mit dem Bestandsgebäude verknüpft ist. Dennoch ist er um ein Geschoss niedriger als der Bestand.  Als Erweiterungsbau für die bestehende Schule, bietet der Neubau Räumlichkeiten für die einzelnen programmatischen Bereiche.

Der Entwurf basiert auf der Idee, Altbau und Neubau in Einklang zu bringen. Das Gebäude fügt sich gut ins Stadtbild ein.

Der gestalterische Ansatz entwickelt sich aus dem städtebaulichen Konzept. Die gestalterische Herausforderung liegt in der Bewahrung des äußeren Erscheinungsbildes des Altbaus.

In Zusammenhang mit dem Bestand entsteht ein neuer nutzungsoffener, zentraler und geschützter Schulhof, welcher der Kommunikation, Spiel, Erholung und dem Lernen dient. Zwischen den Schulgebäuden auf dem Innenhof wird der Fahrradparkplatz mit 100 Stellplätzen errichtet. Der Zugang erfolgt durch den vorhandenen Zugang von der Volkertstrasse. 42 PKW- und 6 Motrorradparkplätze befinden sich in der neu errichteten Tiefgarage des Erweiterungsbaus.
Der Baukörper zeichnet sich durch eine einfache Grundstruktur aus. Er orientiert sich am vorgefundenen Gebäude, ist jedoch variantenreicher in Höhe und Ausmaße. Zwei Lichthöfe stellen den zentralen Kern des Neubaus dar und schaffen zusätzlich innenliegende Außenräume, um sie gruppieren sich die Klassenräume. Tageslicht strömt durch die Lichthöfe tief in das Gebäudeinnere ein und belichtet die Unterrichtsräume.  Jede Etage wird neu interpretiert. Trotz einfacher, klarer und logischer Abfolge der Räumlichkeiten, wird die Bewegung durch die Schule zum Erlebnis. Die einzelnen Ebenen sind gut ablesbar.

Die parallel zueinander und orthogonal zur Strasse angeordneten Gebäuderiegel, nehmen die Klassenräume der Sekundarstufe II auf. Die alte Einteilung wurde übernommen. Der Neubau bildet einen direkten Übergang zum Altbau. In einigen Fällen wird dies durch eine Rampe erreicht. Der bestehende Schulbau soll in den Entwurf integriert und im Anschluss saniert werden.

Die geplante Schulanlage reagiert auf den geforderten Schulraumbedarf.
Die Haupterschließung erfolgt über die Eingänge von der Lessinggasse und der Volkertstrasse. Der bisher genutzte Eingang bleibt als sekundärer Zugang erhalten. Das Erdgeschoss bildet den klaren kommunikativen Mittelpunkt des Hauses.

Der neue Haupteingang der Schule ist als transparentes Foyer, welches einen visuellen Bezug zwischen dem Innenhof und dem öffentlichen Raum darstellt, gestaltet. Es erscheint wie die Erweiterung des inneren Raumes nach außen. Er stellt das räumliche Zentrum und die Verteilerzone dar. Das reduzierte, puristische hohe Eingangsgeschoss wird als öffentlicher Teil verstanden. Hier ist die Möglichkeit für Fremdnutzungen in der schulfreien Zeit gegeben. Über das großzügig angelegte Foyer gelangen die SchülerInnen in den angrenzenden Altbau und zu den Klassenräumen in den Obergeschossen. Die barrierefreie Erschließung erfolgt über den neuen Aufzug.

Der Kommunkationsbereich wird über alle Etagen verteilt zum größten Teil zum Innenhof orientiert. Die Klassenräume dagegen werden zur Straßenseite ausgerichtet. Die Gangbreiten sind als umlaufende Fläche großzügig dimensioniert. Die übergroßen Gänge sind so konzipiert, das sie aufgrund der Breite und visuellen Verbindung zum Innenhof als Pausen- und Kommunikationsbereich genutzt werden können. Es werden attraktive Klassenräume für Theorie und Sonderunterricht geschaffen. Die einzelnen Fachbereiche stehen in einem sinnvollen räumlichen Zusammenhang und verteilen sich auf den verschiedenen Ebenen. Die Klassenräume sind offen und hell konzipiert.

Die Unterrichtsräume der Sek I sind im Zwischengeschoss des Neubaus situiert und zu Clustern verbunden, die einen Unterricht in kleinen und großen Gruppen und in den Pausenflächen interaktives Lernen und Spielen ermöglichen. Diese Sonderunterrichtsform ist nur schwer im Bestand realisierbar. Anstelle massiver Wände teil Bauglas den zentralen Bereich von den Fluren. Die lichtdurchlässigen Wände trennen die Räume akustisch, ermöglichen jedoch zugleich eine optische Verbindung.

Die Turnsälle thronen als eigenständige Körper über den restlichen Unterrichtsräumen. Die Konstruktion der Dächer erlaubt einen natürlichen Lichteinfall von oben. Alle Turnsäale sind barrierefrei erschlossen Kinder der Sekundarstufe I und II können sich im gesamten Gebäude und
im Außenbereich frei bewegen und benutzen die allgemeinen Einrichtungen wie Speisesaal, Multifunktionsraum, Bibliothek, Sonderunterrichtsklassen usw. gemeinsam. Die Wohnung und das Arbeitszimmer des Schulwarts befinden sich in unmittelbarer Nähe, an zentraler Stelle, innerhalb des Gebäudes. Die Verwaltung befindet sich gebündelt und zentral in der dritten Etage des Altbaus.

Schule ist das Gebäude, in welchem die Kinder die wohl meiste Zeit verbringen. Nachhaltigkeit ist hierbei ein besonders wichtiges Thema und sollte das Bewusstsein der Schüler sensibilisieren. Es ist wichtig, den Schülern Nachhaltigkeit anschaulich und erlebbar zu machen. Nicht nur die Erweiterung und somit eine funktionale, ästhetische und raumtechnische Optimierung, sondern auch die Verbesserung der Energieeffizienz sind Ziele.

Durch die Sanierung des Altbaus wird das Gebäude den jetzigen Ansprüchen des Schulalltags angepasst. Veraltete Sanitäranlagen werden erneuert, bauliche Mängel behoben, Feucht-, Wärme,- Schall, und Brandschutz optimiert, die Luftqualität verbessert und so die Betriebskosten gesenkt. Das Gebäude zeichnet sich durch eine hohe Nutzungsflexibilität aus, welche spätere Umbaumassnahmen zulässt. Es ist nach den Kriterien des Passivhausstandards entworfen worden. Wie im Programm vorgesehen, wird auf die folgenden Einflussfaktoren für Bauten mit niedrigem Energiebedarf eingegangen. Dazu zählen unter anderem, ressourcenschonende Bauweise, hoch Regenwassernutzung, Fenster mit Dreifachverglasung, konzentrierte Nasszonen, gut strukturierte Grundrisse usw. Eine technisch effiziente Solaranlage befindet sich auf den Gebäudedächern. Die einstrahlende Sonnenenergie wird zur Beheizung der Räume genutzt. Sie arbeiten sowohl für die Heizung als auch für den Warmwasserverbrauch. Um einen guten Energiestandart zu erreichen, ist eine hoch wärmegedämmte Gebäudehülle notwendig, die die Temperaturdifferenz von Innen und Außen verringert. Die überschüssige Wärme im Sommer wird durch den Außen vor den Fenstern angebrachten Sonnenschutz verringert. Über CO2 Sensoren wird gewährleistet, dass Räume nur dann belüftet werden, wenn die Luftqualität zu schlecht ist. So wird zu jeder Zeit eine gute Raumluftqualität sichergestellt. Mit einer intelligenten Heizungssteuerung kann erreicht werden, dass der Heizungseinsatz auf die Nutzungszeit beschränkt wird. So werden Wärmeverluste vermieden. Wichtig ist ebenfalls die Anwendung einer effizienten Beleuchtungsanlage mit gutem, flackerfreiem Licht. Durch den Einsatz von Tageslichtsensoren und Präsenzmeldern wird sichergestellte, dass das Kunstlicht nur dann eingeschaltet wird, wenn der Tageslichteinfall nicht ausreichend ist und die Beleuchtung nur dann an ist, wenn die Räume genutzt werden. Des Weiteren ist das Gebäude mit einem großen inneren Verkehrsraum ausgestattet, welcher die Funktion eines Klimapuffers übernimmt.

Die Situierung der Treppen gewährleistet eine optimale Fluchtmöglichkeit im Falle eines Brandes.

Gebäuderaster und Konstruktionssystem ermöglichen eine ökonomische Herstellung. Verwendung von ökologischen Baustoffen. Statisches Konzept wird ausgeführt in Stahlskelettbauweise. Die Lastabtragung erfolgt über Stützen und ausgesteifte Scheiben. auf lastverteilten Stahlbetonplatten. Auf der konstruktiven Grundlage eines Stahlbetonskeletts entwickelt sich eine klare Grundrissgeometrie, die eine einfache und selbstverständliche Orientierung innerhalb der Schule ermöglicht.