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  Move-archlab, move architecture laboratory, ricardo montoro coso, franca alexandra sonntag
  neun x 9
   
 
Franca Alexandra Sonntag
_workmodell
 
 
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_inicial situation: zoning / use / "umbilical cord"
 
 
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_classroom / height development / program
 
 
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_siteplan
 
 
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_1st floor
 
 
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_elevation
 
 
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_section
 
 
 
Competition Zweistufiger Projektwettbewerb
Neubau Schulanlage Neuhegi
Category Education
Client Departement Bau, Amt für Städtebau
Area 7.974 m2
Location Ida-Sträuli-Strasse
Neuhegi. Wintherthur. Switzerland
Year 2011
   
   
   
   
   
_TEXT deutsch  


Neue pädagogische Konzepte verlangen neue, offene Lernbereiche ohne starre Strukturen.

Das neue Schulgebäude befindet sich in Neuhegi, einem neuen Stadtteil östlich von Winterthur. Neuhegi zeichnet sich durch sein hohes Entwicklungspotential bezüglich der Nutzung von Wohnung, Versorgung und Produktion aus. Die geplante Schulanlage reagiert auf den geforderten Schulraumbedarf, der aufgrund der baulichen Entwicklung und des starken Wachstums vorherrscht. Als Primarschule mit Kinderhort und Dreifachturnhalle kommt ihr eine wichtige Bedeutung als Zentrum zu.

Die zentrale Entwurfsidee ist die Einbeziehung des Freiflächenbereiches; die Integration des Parks, welcher als Verbindungselement zwischen den beiden Bahnhöfen dient. Jedoch soll die Erweiterung nicht wie geplant aus der linearen Idee heraus erfolgen, sondern als Teil des Gebietes verstanden werden. Die geforderte Unterteilung – Strasse, Park, Schule – wirft Zweifel an der Zweckmäßigkeit und der optimalen Ausnutzung auf. Die Natur sucht sich ihren Weg, erlaubt Kommunikation, ist Teil der Stadt, Teil des Projektes. Es entstehen Multilandschaften. Durch die Neuordnung wird eine neue Mitte geschaffen, welche sich nicht nur durch ein am Rand gelegenes Band ausdrückt und somit am Gebiet vorbeifließt und Stadt und Schule voneinander trennt, sondern in dem die Aktivitäten der Schule als auch die des Parks integriert sind. Ein fließender Raum entsteht. Die aufgelockerten Ränder bilden keine Kante, sondern weiche Übergänge zur Natur aus. Eine Verzahnung von Bebauung und Natur wird bewirkt.

Eine Symbiose zwischen Natur, Mensch und Stadt, zwischen Grün und Bebauung, zwischen Aktivität, Sport, lernen und Erholung. Der Außenraum wird laut Programm thematisch unterschiedlich behandelt und bringt so variantenreiche Situationen und ein vielfältiges Freizeitprogramm hervor. Er ist der zentrale Bereich. Die Schaffung von Orten der Kommunikation und des Aufenthaltes, welche eine harmonische Verbindung mit den angrenzenden Gebäuden eingehen. Lokale Verbindungen werden erzeugt. Wir verstehen den öffentlichen Raum als Konzept der urbanen Vernetzung, welches die Grenzen zwischen Öffentlichem, Privaten und Individuellen verschwimmen lässt. Die Landschaft tritt nicht mehr als der klassische Außenraum auf, sondern wird Teil des Projektgebietes. Es handelt sich um ein städtisches Netz aus Bebauung, Landschaft und Infrastruktur. Diese Aspekte vereinen sich und erzeugen in Verbindung zueinander eine lebendige Stadt, welche neue Maßstäbe setzt und eine neue Urbanität schafft.

Das Gebiet öffnet sich so zur Stadt hin, lässt es in Form der Parklandschaft einfließen. Ein komplexes Netzwerk entsteht. Der Ort als Organismus.

Der Entwurf geht von einer klaren Grundstruktur aus, die einen hohen Grad an Flexibilität zulässt. Ein Ensemble aus einfachen, klar strukturierten Baukörpern, die sich in das Gebiet hineintasten und mit der Umgebung verzahnt werden.

Mehr als nur eine Schule, versteht sich das geplante Gebäude als eine heterogene Landschaft von Räumen, geformt durch den Prozess der Wiederholung. Der Aufbau basiert auf der Kombination von einzelnen, flexiblen Modulen, welche eine komplexe Organisationsstruktur ergeben. Das System der Gruppierung. Der Vorschlag zerlegt die traditionelle Bauweise in kleine Zellen, jedes Modul ist an das nächste angeschlossen. Dem System können nach Bedarf weitere Module zugefügt werden.

Die versetzte Anordnung der Baukörper generiert eine geordnete, jedoch abwechslungsreiche Bebauungslandschaft. Sie werden miteinander vernetzt. Die Kombination der Bebauung ermöglicht die Entstehung unterschiedlicher Räume sowie interessante visuelle Situationen. Das Programm für das Gebiet wird in verschiedenen Funktionen unterteilt: die Dreifachturnhalle westlich des Entwurfsgebietes, die Gemeinschaftsbereiche südlich, die Klassenzimmer sowie der Park, der sich über das gesamte Gebiet ausbreitet. In ihm werden Anlagen für Bildung, Sport und Freizeit konzentriert. Die Anbindung an das städtische Straßennetz erfolgt über die Ida-Sträuli-Strasse, wo sich die permanenten Parkplätze befinden. Temporäre Parkplätze sind auf dem Allwetterplatz südlich der Dreifachturnhalle möglich. Für Langsamverkehr und Fußgänger werden Verbindungen aus allen Richtungen heraus angeboten. Durch die geringe Höhe, passt sich das Gebäude in die umliegende Landschaft ein. Bebauter und offener Raum, der im Wechsel mit dem Freiraum rhythmisiert. Die Gebäude sind so positioniert, dass sie ein Ensemble bilden. Die Bebauungsstruktur wird aufgelockert und in kleine Einheiten segmentiert, fragmentiert. Durch die freie Formensprache, wird die Erlebniswelt des Raumes gesteigert. Dieser kleine Eingriff hat große Wirkung auf die Wahrnehmung. Die Kombination der Bebauung ermöglicht die Entstehung unterschiedlicher Räume. Alle Teilbereiche sind eigenständig und können autonom genutzt werden. Der Eingangsbereich in dem Einfachheit und Klarheit vorherrschend sind, übernimmt die Funktion eines leitenden Korridors, welcher auf die angrenzenden Bereiche vorbereitet. Die Nutzungsverteilung ist übersichtlich gegliedert und erleichtert die Orientierung im Gebäude. Die innere Erschließung des Neubaus korrespondiert über kurze Wege und ist in sich logisch strukturiert und nach ihren Funktionen nach angeordnet. Die beiden größeren Volumen am südlichen Rand des Gebietes beherbergen die allgemeinen Bereiche wie Bibliothek, Lehrerbereich, Werken... Zehn Klassenräume, davon die vier Erweiterungsräume, bilden auf zwei Ebenen einen komplexen räumlichen Organismus. Die Baukörper treten untereinander in Dialog. Eine Kaskade von verlinkten Räumen. Zwischen den einzelnen Teilbereichen werden Zusammenhänge geschaffen. Der Vorbereich – Herzstück des Gebäudes – stellt die Verbindung zu den Gruppen- und Klassenräumen dar. Er ist als offener Lern- und Erholungsbereich konzipiert. Wie eine Nabelschnur durchzieht er das Gebäude. Jeweils zwei Klassenzimmer sind über einen Gruppenraum miteinander verbunden, der sich zum Gemeinschaftraum hin öffnet. Der Ort als zentraler Verteiler. Die Räume sind so organisiert, dass jeder Raum für sich gesehen funktioniert, aber auch zu einem großen Raum zusammengelegt werden kann. Die offene aufgelockerte Bauweise mit hellen Klassenräumen zeichnet das Gebäude aus. Klare Zuordnung, gute Orientierung und Lichtführung schaffen eine individuelle Raumqualität.

Die Dächer mit ihren Oberlichtern werden zu den Protagonisten des Gebäudes. Die Klassenräume sind so von außen leicht ablesbar, jedoch im Inneren können sie zu einer Gemeinschaft geschlossen werden. Unregelmäßig geformte Dächer erlauben einen natürlichen Lichteinfall von oben – von der Spitze jedes konischen Volumens – und fügen sich durch ihre bewegte Form in die Umgebung ein.