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_siteplan
 
 
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_administration / kindergarden / dorm / result / connections I scheme
 
 
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_1st floor
 
 
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_east elevation
 
 
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west elevation
 
 
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_sections
 
 
 
 
 
 
Competition Realisierungswettbewerb
Neubau Studentenwohnheim am Campus Nord Universität Kassel
Category Housing + Education
Client Studentenwerk Kassel
Area 8.990 m2
Location Moritzstrasse. Kassel. Germany
Year 2011
   
   
   
   
   
_TEXT deutsch  


Das Projekt ist auf einem schmalen Grundstück am Neuen Campus Nord angesiedelt und sieht in seinem Programm ein Studentenwohnheim, eine Kindertagesstätte sowie einen Verwaltungsbereich vor.

Der Masterplan schlägt die Schaffung von kompakten architektonischen Formen vor, ein homogenes System vermeidend. Eine eigene Stadt in der Stadt, einen Organismus. Dieser Organismus entsteht aus der Summe verschiedener Teile. Einer dieser Teile ist der Neubau, welcher sich wiederum in unterschiedliche Teile splittet. Wohnen, Lernen, Arbeiten sind die drei Grundsteine.
Die Bebauung gliedert sich in drei unterschiedliche Baukörper, die untereinander in Dialog treten, gekennzeichnet durch unterschiedliche Materialien und Öffnungen.

Der flache Gebäudewinkel fügt sich in das bestehende Ensemble ein, ist jedoch im Gegensatz zum stark betonten und strukturierten Masterplan, als schlichter Baukörper konzipiert.

Der Neubau flankiert als langgezogenes Gebäude. Der Entwurf geht von einer klaren Grundstruktur aus. Ein kompaktes Gebäude entsteht. Anders als der Städtebau ist die Architektursprache reduziert.

Das Gelände fällt nach Süden um ein Geschoss. Ein homogener, sich zur Platzseite öffnender, größtenteils verglaster Sockelbaukörper, in welchem sich zum einen die Verwaltung und zum anderen die gemeinschaftlichen Nutzungen befinden, bildet die Basis des Gebäudes. Im Sockelgeschoss wird diese Höhendifferenz ausgeglichen, so dass ein Teil des Programms im Erdgeschoss, mit direktem Zugang vom Platz aus liegt und ein anderer Teil unterkellert wird. Im unbelichtetem Bereich befinden sich die Neben-und Zusatzräume.
Darüber liegt ein viergeschossiger Gebäudekörper. Von Norden wird das Gebäude so als viergeschossiger Bau wahrgenommen, entwickelt sich nach Süden hin zu einem fünfgeschossigen Gebäude.

Aufgrund des Gefälles gelangt man auf verschiedenen Ebenen ins Innere des Gebäudes. Die Anbindung eines Liftes in jedem Eingang ermöglicht für eine barrierefreie Erschließung, sowohl im Inneren des Gebäudes als auch von Außen.
Einschnitte strukturieren den Baukörper und kennzeichnen gleichzeitig die Eingangsbereiche.
Die Ost-West-Verbindungsachse wird als Wegsystem durch das Gebäude weitergestrickt. Das Gebäude wird aufgrund der Topografie und des Übergangs im Erdgeschoss und in der ersten Etage geteilt. Über eine Treppenanlage miteinander verbunden, entstehen hier zwei verschiedene Eingangsebenen. Um den Höhenunterschied auszunutzen, befindet sich hier der Fahrradkeller.

Das gestreckte Volumen, erscheint Dank des Knicks kleiner als es wirklich ist.  Das Bauvolumen lässt sich von keiner Seite in seiner Gesamtheit der Ausdehnung erfassen. Die Länge der Erschließungsflure lässt sich so aufbrechen.

Von Ordnung ist auch das Innere des Wohnheimes selbst geprägt. Die Wohneinheiten sind klar und einfach gegliedert. Wie an einer Kettenschnur reihen sich die Wohneinheiten aneinander. Das Haus verfügt über 150 Zimmer von denen 38 in zweier und 112 in 1er Wohngemeinschaften organisiert sind.

Jedes Doppelappartement besteht aus einer zentralen, gemeinschaftlich genutzten Wohnküche, um die sich die Zimmer gruppierten. Die Nasszellen sind in den Wohnbereichen integiert. Die Einzelappartements setzten sich zusammen aus einem Wohnbereich, einer Nasszelle und einer Pantyküche.

Die statischen Elemente der Wohnung sind die Nassbereiche, die aufgrund technischer Anordnung nebeneinander liegen. Der Wohnplatz hingegen versteht sich als flexible nutzbarer Raum, welcher verschiedene Wohnvarianten zulässt. Vier Wohneinheiten sind barrierefrei ausgebildet.

Die Kindertagesstätte ist als zweigeschossiges Gebäude konzipiert. Im Erdgeschoss nahe des Eingangsbereiches befinden sich die öffentlichen Bereiche, wie Büro, Elterntreff, Besprechungs- und Sozialraum. Über ein gemeinsames Foyer gelangt man schließlich in den Bereich der Kita. Die Gruppen U3 sind mit direktem Ausgang zum Außengelände im Erdgeschoss untergebracht. Im ersten Geschoss reihen sich um einen Lichthof die Gruppen Ü3 sowie Flexigruppe.

Das Gebäude ist als Stahlbetonkonstruktion in Schottenbauweise geplant. Eine ökonomische Lösung bietet das Tragwerk, welches über alle Geschosse gleich ist. Jede zweite Raumtrennwand ist tragend, um eine zukünftigen Zusammenlegung von Räumen nicht zu behindern. Das bietet eine hohe Nutzungsflexibilität. Ein Doppelappartement kann so zu drei Einzelappartements umgewandelt werden und umgekehrt. Die regelmäßig wiederkehrende Anordnung der Wände ermöglicht eine wirtschaftliche Vorfertigung.
Alle Seiten der Gebäudehüllen des Studentenwohnheims sind mit Aluminiumblech verschalt. Die Außenwand ist als vorgehängte hinterlüftete Fassade konzipiert, mit im Wechsel auftretenden Fenstern. Ein spannendes Spiel aus offenen und geschlossenen Flächen entsteht. Die Fassade reflektiert das Platzgeschehen.

Die Kindertagesstätte ist, ebenfalls als hinterlüftete Fassade, mit Holzpanelle verkleidet ist. Die unterschiedlich großen Fenster verwischen die Geschossigkeit. Kinder können sich die Fenster auf verschiedene Art und Weise aneignen. In den Schlafräumen sind die Fensteröffnungen kleiner gestaltet.

Ein wichtiges Thema ist der schonende Umgang mit Flächen und Ressourcen, durch nachhaltiges Bauen und der Verwendung sauberer Energie.

Die Orientierung der Wohneinheiten erfolgt nach Osten bzw.. Westen. Öffnungen nach Norden werden möglichst minimiert.

Die Lüftung der Räume erfolgt über die Fenster. Die innenliegenden Nasszellen sowie die Küche erhalten Abluftvorrichtungen über das Dach. Die Dachfläche steht für Kollektoren zur Unterstützung der Warmwasseraufbereitung zur Verfügung. Sie sind teilweise auch begrünt. Die Erschließungsflure sind als unbeheizte Zwischenzonen vorgesehen.

Vorgesehen sind somit unter anderem das Regenwassermanagement für die Bewässerung der Grünflächen, Dachbegrünung, Recycling, Nutzung langlebiger Materials, die Ausrichtung für passive Sonnenenergie durch Solaranlagen auf dem Flachdach, eine geeignete Gebäudeorientierung…