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Competition Realisierungswettbewerb Erweiterung und Umbau Schulzentrum Fallersleben
Category Education
Client Stadt Wolfsburg
Area 13.244 m2
Location Karl-Heise-Strasse
Fallersleben. Wolfsburg. Germany
Year 2010
   
   
   
   
   
_TEXT deutsch  

Ziel des Wettbewerbs ist es unter Einbeziehung der vorhandene Bebauung sowie des Freiflächenbereichs eine architektonische Lösung zu finden, die sowohl den Bedürfnissen der Nutzer als auch den  funktionalen Anforderungen der Einrichtung entspricht. Es gilt ein Konzept zu entwickeln, welches Integration und neue Aktivitäten ermöglicht und sich mit den Vorstellungen des Schulzentrums deckt.

Unter diesen Gesichtspunkten erfolgt die architektonische Reflexion und Untersuchung. Die Analyse des Standortes und der Bebauung wirft verschiedene Fragen auf.
Welches ist der geeignete Standort für die Erweiterung des Schulzentrums?
Wie werden die verschiedenen Schulgebäude erschlossen?
Wie kann, trotz der räumlichen Trennung der unterschiedlichen Schulfomen der gesamte Komplex miteinander verbunden werden?
Wie erwidert man die Frage nach den neuen geforderten Räume?
Wie reagiert man auf den Bestand mit einem Neubau?...

Hier beginnt unser Vorschlag…Das urbane Konzept besticht durch eine aus dem Ort abgeleitete Haltung. Das Umfeld zeichnet sich durch eine heterogene Ansammlung von Gebäudeteilen aus, Folge immer neuerer Erweiterungen. Einzelne Gebäude, die wie durch eine Nabelschnur miteinander verbunden wirken. Der jetzige Zustand ist lediglich das Ergebnis eines langen Prozesses von Veränderungen und Ergänzungen,  welche den physischen und funktionalen Charakter der Schule im Laufe der Jahre geformt und verändert haben. Verschiedene Gebäudetypen im gleichen System werden miteinander vernetzt. Alle Gebäude sind selbstständig. Ein komplexes Netzwerk aus Bebauung, Interaktion und Kommunikation entsteht. Der Ort als Organismus.

Der Entwurf bildet die räumliche und inhaltliche Erweiterung der bestehenden Bauten. Die Idee der einzeln auf dem Gelände verteilten Typologien, welche über Konnektoren miteinander verbunden werden,  wird aufgegriffen und um zwei neue Bauköper erweitert. Bei dem einen Neubau handelt es sich um die geplante Erweiterung des Gymnasiums und der andere Neubau komplettiert die benötigten Flächen der Haupt- und Realschule. Da in den Auslobungsunterlagen eine klare Gliederung des Schulzentrums und die räumliche Trennung der unterschiedlichen Schulformen gefordert werden, steht die Unterbringen eines Teiles von Haupt- und Realschule im C-Trakt diesem Konzept entgegen. Einer Funktionsmischung soll entgegengewirkt werden.

Der C-Trakt wird als neue Mitte begriffen, als Treffpunkt, der für die Gymnasiasten und für die Haupt-und Realschüler zur Verfügung steht. In zentraler Position ist er als Solitär mit den unterschiedlichen Schulgebäuden verbunden und erlaubt so eine kurze Wegeführung. Der C-Trakt beherbergt die Mensa, Cafeteria, Gemeinschafträume sowie die Bibliothek, welche bei Bedarf in Zukunft erweitert werden. Im  Erdgeschoss besteht die Möglichkeit einer Terrassennutzung. Sie stellt das Bindeglied zwischen Innen und Aussen dar.

Die Räumlichkeiten der Haupt- und Realschule werden in den Trakten A, B, F, G und dem Neubau untergebracht, die des Gymnasium in den Trakten D und dem entsprechendem Neubau. Der E-Trakt wird als störendes Element abgerissen.

Beide Neubauten orientieren sich an den vorgefundenen Strukturen. Ein Ensemble aus einfachen, klar strukturierten, linealen Baukörpern, welche untereinander in Dialog stehen. Die Gebäude setzen sich harmonisch als langestreckte Bauten, leicht versetzt zum Bestand fort. Somit bleiben die bestehenden Gebäude als eigenständige Bauten klar erkennbar und funktionstüchtig. Neu und Alt sind - über einen fliessenden Zwischenraum - eindeutig ablesbar. Ein nebeneinander ist möglich, ohne sich gegenseitig zu stören. Auf drei Ebenen werden die neuen Gebäude organisiert.  Das Sockelgeschoss ist transparent ausgebildet und macht dadurch Öffentlichkeit deutlich. Dieser Aspekt wird durch die geschosshohe Verglasung noch verstärkt. Im Eingangsbereich befinden sich die Räumlichkeiten der dynamischen Aktivitäten. Im Obergeschoss hingegen sind die Klassenräume untergebracht und im Neubau des Gymnasiums befindet sich zusätzlich der Verwaltungsbereich in einer strategisch optimalen Lage. Die Anbauten greifen architektonische und strukturelle Elemente der bestehenden Gebäude auf.

Die Gebäude werden so plaziert, dass sie neue Raumkanten zu den Strassenseiten hin ausbilden. Neue Eingangssituationen werden geschaffen.

Ein wesentlicher Aspekt für die Gesamtlösung ist die Anbindung der unterschiedlichen Gebäudeteile miteinander. Durch Addition wird ein komplexes räumliches Netzwerk geschaffen.

Der Neubau der Haupt- und Realschule wird höhengleich an den Altbau angebunden. Dadurch entsteht ein logisches und funktionales Erschliessungssystem. „Brücken“ verbinden Alt und Neu miteinander. Der Eingang erfolgt zwischen dem Neubau und dem Bestand.

Das Erdgeschoss des Neubaus des Gymnasiums ist als grosser, freier, durchgängiger Bereich konzipiert, welcher über Verbindungswege an den D-Trakt anschliesst. Im D-Trakt wird eine klare Strukturierung über Innenhöfe erzeugt, die gleichzeitig durch die neue Belichtung Atmosphäre und Orientation bieten. Sie können im Sommer als Freiraumklassen benutzt werden. Die bestehenden Gebäude werden durch neue Funktionen und Belichtungskonzepte aufgewertet.

Flexibilität ist von entscheidener Bedeutung für den Schulbetrieb. Die Unterrichtsräume sind flexibel nutzbar. Trennwände ermöglichen alternative multifunktionale Unterrichtsformen, da sich die Räumen paarweise zueinander öffnen lassen.

Die Fassade wirkt wie eine Klammer und zieht sich um das gesamte Gebäude. Durch die Lamellen lässt sich der Lichteinfall durch die Fenster in der ersten und zweiten Etage regulieren.

Durch die Modifizierung bzw. Deplazierung der Treppe im westlichen Teil des B-Traktes, welche die Verbindung zu den Gebäuden F und G bisher erschwerte sowie durch die Aufzüge in den Erweiterungsbauten, ist der gesamte Schulkomplex barrierfrei erschlossen.

Ein wichtiger Aspekt des Entwurfes besteht im Rückbau eines Teiles des D-Trakts. Eine Verbindung zwischen Haupt-und Realschule und Schulbushaltestelle war bisher nur eingeschränkt möglich. Durch den Rückbau kann die existierende Wegeführung fokussiert und weitergestrickt werden. Die neue Verbindung ermöglicht einen direkteren Zugang zu den Gebäuden A und B.
Die überdachte Fahrradeinstellanlage bleibt an seinem Standort. Sie wird von einem Seilnetz umgeben, welches in Zukunft von Pflanzen umrankt wird.

Die Aula, untergebracht im nördlichen Teil des D-Traktes, ist nicht nur vom Schulbetrieb nutzbar, sondern bietet der Stadt Fallersleben die Möglichkeit eines Treffpunktes. Einen Raum zum Feiern von Festen, Theateraufführungen, Konferenzen, Vorführungen von Projektergebnissen, Versammlungen, Konzerte... Verbunden mit dem D-Trakt, bietet ein separater Eingang Zugang zur Aula, so dass sie unabhängig vom Schulbetrieb genutzt werden kann.